Poker Filme: Die Top 5 auf Netflix, Amazon & Co.

Die besten Poker Filme: ein Pokertisch mit Karten und JetonsFilme und Serien werden in der heutigen Zeit per Stream geschaut. Anbieter wie Netflix oder Amazon haben im Laufe der Zeit ein gigantisches Portfolio an Inhalten aufgebaut und locken die Zuschauerschaft mit unterschiedlichen Genres. Neben Blockbustern aus dem Kino, Action- und Superheldenstreifen bieten die Streamingdienste auch sehenswerte Pokerfilme an, die alle Eigenschaften des populären Kartenspiels einfangen. Eine Top-Auswahl der besten fünf Poker Filme wird in diesem Guide vorgestellt.

Die Faszination des Pokerns hat viele Filme hervorgebracht

Pokerfilm Movies: Die Top 5 Filme zu PokerPokern ist ein weltweites Phänomen und erfreut sich seit jeher großer Beliebtheit. Die Kombination aus Glück, Strategie und Psychospielchen fasziniert unzählige Menschen. Vor allem zwischen den Jahren 2003 und 2006 erlebte die Pokervariante Texas Hold’em einen wahren Boom. Die zahlreichen Turniere mit den bekanntesten Profispielern wurden über das lineare Fernsehen einem Millionenpublikum zugänglich gemacht. Das Pokern erlangte auf diese Weise öffentliche Aufmerksamkeit und konnte sich an einer wachsende Spielerschaft erfreuen, die sich in der heutigen Zeit vermehrt im Internet vernetzt – mehr nachzulesen auf onlinepokernerd.com. Hier haben interessierte Spieler unter anderem die Möglichkeit, das online Poker zu lernen.

Die Top 5 der besten Poker Filme

Die große Beliebtheit des Pokerns ist auch der Filmindustrie nicht entgangen. Bereits vor dem großen Boom wurden einige Streifen mit Poker als zentrales Thema gedreht. Der Großteil der besten Poker Filme dieses Genres erblickte jedoch erst wesentlich später das Licht der Welt. Ähnlich verhält es sich bei Blackjack-Filmen oder andere Streifen über Glücksspiele. Doch unabhängig ob Klassiker oder moderner Blockbuster, die folgende Auswahl der besten fünf Pokerfilme hält sowohl für Poker- als auch für Filmfans die nötigen Zutaten für einen gelungen Filmeabend bereit.

A Big Hand for the Little Lady (1966)

Der Klassiker von 1966 mag zwar aus heutiger Sicht etwas in die Jahre gekommen sein, von der Dramaturgie, Spannung und den Schockmomenten hat A Big Hand for the Little Lady (zu Deutsch: Höchster Einsatz in Laredo) bis heute nichts eingebüßt. Der Film wurde unter der Regie Fielder Cooks gedreht und erzählt die dramatische Geschichte von Mary, die auf bizarre und sonderbare Art in einem Pokermatch landet. Da ihr Mann Meredith während der Partie einen Herzinfarkt erleidet, muss Mary gezwungenermaßen die Zügel in die Hand nehmen.

 

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Die Western-Komödie liefert zwar viele denkwürdige Pokermomente und fängt sowohl Spannung und Nervenkitzel sehr gut ein, dennoch möchte Cook mit seinem Klassiker viel mehr auf das patriarchische System der Geschlechter aufmerksam machen. Mary wird als Frau in einem von Männer dominierten Pokermatch, das sinnbildlich für weltlichen Strukturen steht, nicht ernst genommen. Die Situation am Pokertisch läuft immer wieder Gefahr zu kippen, da nicht zuletzt die Stakes außer Kontrolle geraten. Gleichzeitig versuchen zwielichtige Gestalten die Gegebenheiten zu unterwandern und einen persönlichen Vorteil zu erzielen.

A Big Hand for the Little Lady ist auch aus heutiger Sicht ein gut erzählter Kinohit, der nur so vor Spannung, Wendungen und Schockmomenten strotzt. Wer Lust auf den Streifen bekommen hat, findet den Pokerfilm auf Amazon Prime (nicht als Stream).

Molly’s Game (2017)

Die Geschichte von Molly’s Game basiert auf dem Leben von Molly Bloom. Sie ist eine ehemalige Skifahrerin, die quasi auf dem zweiten Bildungsweg die größten Poker-Partien in Hollywood ausgerichtet hat. Ihr außergewöhnliches und aufregendes Leben hielt Bloom in einem Buch fest, das Regisseur Aaron Sorkin als Blaupause für den Film Molly’s Game nutzte. Für die Hauptrolle akquirierte er Jessica Chastain. Idris Elba und Kevin Costner komplettieren das namenhafte Trio der Besetzung.

 

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Der Film rückt das Leben der Hollywood-Persönlichkeiten hinter der makellosen Fassade in den Fokus. Vordergründig geht es dabei um die Pokerszene im Untergrund, die ohne jegliche Verschönerungen und Filter dargestellt wird. Weltberühmte Schauspieler und Charaktere aus Hollywoods High Society haben in Los Angeles um gigantische Summen gespielt. Auch wenn es sich bei Molly’s Game um eine Nacherzählung realer Ereignisse handelt, sind die beleuchteten Personen abstrakter Natur und somit frei erfunden. Nichtsdestotrotz beruht der gesamte Handlungsstrang auf wahren Begebenheiten.

Aaron Sorkin betitelte einmal Molly’s Game als „keinen Poker-Film“. Die Fachpresse sah das zuweilen etwas anders. Kritiker wie Richard Roeper adelten den Streifen und räumten ihm die Chance ein, „einer der besten Poker-Filme aller Zeiten zu werden.“ Wer sich selbst ein Bild machen möchte und über ein Abonnement bei Netflix verfügt, kann sich sofort Molly’s Game anschauen.

Casino Royale (2006)

Action trifft auf Poker. So in etwa lässt sich der erste James Bond-Film von Daniel Craig beschreiben. Dementsprechend müssen Realitätsfanatiker bei dieser Art Film ein Auge zu drücken. Viele der Poker-Szenen aus Casino Royale sind zwar sagenhaft gut und dramatisch inszeniert, mit realem Poker haben diese jedoch wenig zu tun. Tut das dem Film einen Abbruch? Nein, ganz im Gegenteil! Es gibt wohl keinen anderen Blockbuster wie Casino Royale, der den Mainstream der Filmindustrie mit einer Thematik wie Poker so gut verbindet. Schon allein diese Tatsache macht den James Bond-Streifen aus dem Jahr 2006 mehr als sehenswert.

 

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Das Filmsetting von Casino Royale ist eingängig. Ein fantastischer Pokertisch bildet das Herzstück eines luxuriösen Casinos, indem ein exklusives Pokermatch von zehn Personen ausgetragen wird – darunter auch James Bond. Der Partieverlauf mag zwar etwas weit hergeholt sein, zeigt aber unter anderem Gedankenvorgänge eines Pokerspielers. Bond stellt z.B. Überlegungen an, wie es um seine Gewinnchancen gegen den Antagonisten Le Chiffre bestellt ist. Dass jemand mit einer Hand aus Pik-7 und Pik-5 letztlich eine Summe von 120 Millionen US-Dollar gewinnt, zeigt dann jedoch, wie sehr das Thema Realismus in Casino Royale verankert ist.

Grinders (2011)

Einen nüchternen und realen Einblick in die Welt des Pokers liefert Grinders. Bei diesem Film handelt es sich um eine reine Dokumentation, die den ehrgeizigen Versuch von Filmemacher Matt Gallagher begleitet, mit dem Pokern den eigenen Lebensunterhalt zu bestreiten. Im Gegensatz zu vielen anderen Spielern in der Szene wagt Gallagher diesen Schritt nicht, um Ruhm und Pokale abzustauben. Es geht ihm schlicht und einfach darum, mit dem einst lukrativen Hobby seine Familie zu ernähren. Entsprechend wenig Glamour, Heroisierung und Glanz versprüht Grinders. Das will der Film auch nicht.

 

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Als Protagonist treibt sich Gallagher in den Untergrund-Clubs der hiesigen Pokerszene seiner Heimatstadt Toronto herum. Als Ziel hat er sich gesteckt, an jedem Abend mit einem Plus von 500 US-Dollar nach Hause zu gehen. So will er sich nach und nach ein finanzielles Polster schaffen. Im Verlauf des Dokumentarfilms trifft Gallagher die unterschiedlichsten Persönlichkeiten. Mit dabei sind schillernde Charakter der Szene, andere Spieler und auch Betreiber von Clubs. Als Zuschauer bemerkt man recht schnell, dass sich viele der aufgezeigten Persönlichkeiten in einem unterschiedlichen Status des Selbstbetrugs befinden. Als zentrale Figur begegnet Gallagher dem Elitespieler Daniel Negreanu, der eine Art Antithese zum Filmemacher bildet.

Nosebleed (2014)

Pokerfilme haben nicht selten einen schweren Stand bei Kritikern und der Fachpresse, da es sich oftmals nicht um High-Budget-Produktionen handelt. Nosebleed hat diese Kausalkette durchbrochen und genießt in der Szene einen ausgezeichneten Ruf. Dabei muss der Film als Dokumentation vollends auf manuelle dramaturgische Elemente verzichten. Doch der Plan des Regisseurs Victor Saumont geht voll auf.

 

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Im Fokus der Dokumentation stehen die beiden französischen Profispieler Sebastien „Seb86“ Sabic und Alex „Alexonmoon“ Luneau, die gemeinsam einen Trip nach Las Vegas planen. Das Ziel ist die World Series of Poker. Im normalen Tagesgeschäft sind die beiden Elitespieler eher online unterwegs. Als Abwechslung zu den alltäglichen High-Stakes im Netz soll es nun der Pokerolymp in Nevada sein. Der Dokumentarfilm lebt von den authentischen Protagonisten, die früh die Kameras um sich herum vergessen und sich voll auf das Pokern konzentrieren. Die Schwierigkeiten und Problematiken, die ihnen im Verlauf der Handlung begegnen, werden dadurch realistisch dargestellt. In der Konsequenz gewährt Nosebleed einen glaubwürdigen Einblick in das echte Leben eines professionellen Pokerspielers. Die Doku kann in voller Länge auf YouTube geschaut werden.

Fazit: Pokerfilme sind ein heikles Genre

Pokerfilme bedienen eine Nische im Filmbusiness und bewegen sich daher abseits des Mainstreams. Dadurch fallen nicht selten wichtige Überlebensmerkmale wie die Aufmerksamkeitsgenerierung weg, so dass Filme und Dokumentation, die das Pokern als zentrales Element bedienen, in der Regel einen schweren Stand haben. Nichtsdestotrotz haben auch Nischenprodukte eine Daseinsberechtigung und können sich hin und wieder von den eigenen Eigenschaften loslösen. Die aufgezeigten Filme in diesem Guide beweisen eindrucksvoll, dass sowohl Spielfilme als auch Dokus mit dem Thema Poker die nötigen Qualitätsmerkmale mitbringen, um puren Filmgenuss zu versprühen.

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