Sportfilme » die 10 besten Sportfilme aller Zeiten auf einen Blick!

Die besten Sportfilme aller Zeiten auf einen Blick!Neben den klassischen Filmgenres wie Action, Komödie oder Liebesfilm gibt es auch eine Nische, die zu Unrecht ein Schattendasein führt. Daher ist es an der Zeit, das Genre des Sportfilms ins Rampenlicht zu hieven. Regelmäßig kommen wahre Perlen in die Kinos oder auf die Streaming Dienste, die das Herz eines jeden Sportfans schneller schlagen lassen. Dabei werden die Geschichten sportlicher Höchstleistungen sowohl in Spielfilmform als auch als Dokumentation verarbeitet. Die Fülle an Sportfilmen ist mittlerweile sehr umfangreich und kaum eine Sportart wurde noch nicht filmisch verewigt. Um den Einstieg in das spannende Thema Sportfilm zu erleichtern, folgt nun eine Liste der zehn besten Sportfilme, die man gesehen haben sollte.

Das sind die 10 besten Sportfilme

Drehten sich Sportfilme zu Anfang häufiger um populäre amerikanische Sportarten, wie Football oder Baseball, hat sich das Genre mittlerweile um so gut wie jeder Sportart aus dem Sommer- und Winterbereich erweitert. Dennoch liegt bis heute der Fokus auf weltweit besonders beliebte Sportarten wie Fußball oder Motorsport. Unter den zehn besten Sportfilmen lassen sich sowohl Dokumentationen als auch Spielfilme finden.

Pelé – Der Film (2016)

Pelé ist einer jener Sportler, die man eigentlich niemandem mehr vorstellen muss. Selbst Menschen, die sich nicht für Fußball interessieren, kennen den Namen jenes Mannes, der zum Weltfußballer des 20. Jahrhunderts gekürt wurde. Weit weniger können die meisten aber mit dem Namen Edson Arantes do Nascimento anfangen. Unter diesem wird Pelé nämlich 1940 in ärmlichen Verhältnissen in Brasilien geboren.

Der Spielfilm zeigt vor allem die Anfänge der Karriere: wie sich der junge Edson aus Socken seine ersten Fußbälle zusammenschnürte, die er durch die staubigen Straßen seiner Heimatstadt kickte, bis er schließlich entdeckt wurde. Die eigentliche Erfolgsgeschichte mit unzähligen Titeln und drei gewonnen Weltmeisterschaften behandelt der Film hingegen nicht.

Ronaldo (2015)

Auch über den besten Fußballer der Gegenwart lässt sich eine Reihe an Superlative auflisten. Diese offizielle und autorisierte Dokumentation erzählt zwei Geschichten von Cristiano Ronaldo. Die eine ist bekannt. Sie handelt von unvorstellbar hohen Ablösesummen, der Arbeit in den Topvereinen Europas, einer Reihe an Welt- und Europameisterschaften und vor allem von einer Fülle an unhaltbaren Toren.

Die andere zeigt ein unbekanntes und sehr persönliches Bild von dem wohl bekanntesten Portugiesen. Über 14 Monate begleitet das Filmteam Ronaldo und zeigt ihn als Familienmensch und Kumpel. Auch bisher unbekanntes Filmmaterial aus der sportlichen Karriere kann die Fußballfans begeistern.

Klitschko (2011)

Schwergewicht im Doppelpack ist das Thema dieser Dokumentation aus dem Jahr 2011. Sie beleuchtet den Werdegang der beiden Boxbrüder Vitali und Wladimir Klitschko. Ihre Kindheit und Jugend verbringen sie in der Ukraine hinter dem Eisernen Vorhang. Auch ihre ersten Gehversuche als Amateure im Boxring finden dort statt.

So richtig kam die Karriere aber mit dem Umzug nach Deutschland in Fahrt. Mit den besseren Trainingsbedingungen gipfelte die Boxkarriere dort für beide Brüder in Weltmeistertiteln im Schwergewicht. Die Doku zeigt aber auch private Seiten aus dem Familienleben der Brüder und wie sie auch mit Schattenseiten wie Streit, Verletzungen und Niederlagen umgehen.

Nowitzki. Der perfekte Wurf. (2014)

Dirk Nowitzki ist der Hauptdarsteller in einer Bilderbuchkarriere. Die Dokumentation unter Regisseur Sebastian Dehnhardt beleuchtet die wichtigsten Stationen in der Karriere des bekanntesten deutschen Basketball-Exports. Weggefährten, Teamkollegen, Politiker und vor allem Nowitzkis Entdecker und Mentor Holger Geschwindner kommen zu Wort.

Sie erzählen die Geschichte eines Athleten, der seinen großen Traum nie aus den Augen verlor und wie er sich von der zweiten deutschen Basketball-Bundesliga bis hinauf zur NBA kämpfte, um dort sogar zu einem der wertvollsten Spieler zu werden. Höhepunkt des Films ist zweifelsohne der Gewinn der NBA-Meisterschaft mit den Dallas Mavericks im Jahr 2011.

Rush – Alles für den Sieg (2013)

Dieser Film kam im Jahr 2013 beinahe unbemerkt in die Kinos und wurde quasi über Nacht zum Überraschungshit an den Kinokassen. In einem packenden Spielfilm wird die hartnäckige aber respektvolle Rivalität zwischen Niki Lauda und James Hunt auf den Formel 1 Strecken der 1970er Jahre präsentiert. Die Protagonisten können unterschiedlicher nicht sein: Der Brite Hunt gilt als Frauenschwarm und Partygänger, während der Österreicher Lauda akribisch an jedem Detail seines Autos feilt.

Der Wettkampf zwischen den beiden Ausnahmefahrer nimmt eine jähe Auszeit, als Niki Lauda 1976 seinen folgenschweren Feuerunfall am Nürburgring erleidet. Highlights des Films sind die röhrenden Motoren und der überzeugende österreichische Akzent des Lauda-Darstellers Daniel Brühl.

Le Mans 66 – Gegen jede Chance (2019)

Um ein ganz ähnliches Duell auf schnellen Reifen dreht sich dieser Spielfilm aus dem Jahr 2019. Im Vordergrund steht hier aber der technische Wettstreit zwischen den beiden Automobilikonen Ford und Ferrari. Im Jahr 1966 zieht das Team um Henry Ford II aus, um das von Ferrari initiierte Rennen Le Mans zu gewinnen.

Noch keinem anderen Rennstall ist dies zuvor gelungen und auch in diesem Jahr wird es schwierig. Mechaniker, Rennfahrer und Ingenieure arbeiten gemeinsam verbissen an der Umsetzung des Vorhabens. Der Film mit Christian Bale und Matt Damon in tragenden Rollen wurde mehrfach ausgezeichnet und konnte bei der Oscarverleihung 2020 sogar zwei der begehrten Goldstatuen abstauben.

Million Dollar Baby (2005)

In diesem Sportlerdrama aus dem Jahr 2005 führt der große Clint Eastwood nicht nur Regie, sondern spielt auch eine der beiden Hauptrollen. Als alternder Boxtrainer, der sich immer weiter von seiner Familie entfremdet, sieht er seine Chance gekommen, als eines Tages die Kellnerin Maggie Fitzgerald vor ihm steht. Er erkennt ihr Talent und trainiert sie zur erfolgreichen Boxerin, bis der Film mit einem harten Wendepunkt überrascht.

Im Gegensatz zu den meisten Filmen auf dieser Liste basiert „Million Dollar Baby“ nicht auf wahren Begebenheiten, sondern auf einer Kurzgeschichte. Doch das tut der Dramatik keinen Abbruch und so wurde der Film mit gleich vier Oscars belohnt, unter anderem in den begehrtesten Kategorien Bester Film und Beste Regie.

Warrior (2012)

Warrior ist Familiendrama und klassischer Boxfilm in einem. Der Film folgt Familienvater Paddy, verkörpert von Nick Nolte, der es als trockener Alkoholiker seiner Familie recht machen möchte. Doch sein Sohn Tommy, ein knallharter US-Marine, lässt sich davon überhaupt nicht beeindrucken. Stattdessen trainiert er für ein Mixed Martial Arts Turnier, an dem auch sein entfremdeter Bruder Brendan teilnehmen wird.

Der Film entwickelt sich zum Bruderzwist und beleuchtet dabei die beiden Charaktere, die unterschiedlicher nicht sein können. Besonders hervorzuheben sind die spektakulären Kampfszenen und die Schauspielleistung von Tom Hardy und Joel Edgerton, die die verfeindeten Brüder mimen.

Rocky (1977)

Rocky ist bis heute DER Boxfilm schlechthin. Nicht nur leitete er die Karriere von Sylvester Stallone ein, sondern legte auch die Messlatte für das gesamte Genre. In seiner Freizeit trainiert Rocky Balboa im Boxring und tritt auch im Amateurbereich in Turnieren an. Doch zu viele Probleme in seinem Privatleben hindern ihn daran, vollen Fokus auf die Karriere zu legen.

Mit Gelegenheitsjobs hält er sich finanziell über Wasser und muss überdies das problematische Familienleben seiner großen Liebe regeln. Eines Tages aber ergibt sich für ihn die Chance zum Kampf seines Lebens. Mit nur fünf Wochen Vorbereitungszeit nimmt Rocky das knallharte Training auf und wird zum Italian Stallion.

Moneyball – Die Kunst zu gewinnen (2012)

Einer typisch amerikanischen Sportart nimmt sich „Moneyball“ aus dem Jahr 2012 an. Brad Pitt spielt einen alternden Baseball Spieler, der seine Karriere beenden muss. Stattdessen wechselt er ins Management eines hoffnungsvollen Baseball Teams, dem es vor allem an finanziellen Mitteln fehlt. Stattdessen muss er mit seinen Spielern unkonventionelle Wege bestreiten. Tatsächlich lassen die ersten Erfolge nicht auf sich warten.

Der Film basiert auf wahren Begebenheiten und schafft den schwierigen Spagat zwischen Sportfilm und Spieltaktik durch staubtrockene Statistik. Dadurch wird „Moneyball“ selbst für Europäer interessant, denen oftmals der Einblick in die Baseball Thematik fehlt.

Was macht einen Sportfilm aus?

Hier sollte eine Trennung in Dokumentationen und Spielfilme erfolgen, da sich diese gerade beim Sportfilm stark unterscheiden. Dokumentationen legen Wert auf die Darlegung von Fakten. In der Regel konzentrieren sie sich dabei auf die Karriere eines einzelnen Sportlers oder auf die Hergänge eines einzelnen sportlichen Ereignisses. Die involvierten Personen kommen dabei genauso zu Wort wie Trainer, Familienmitglieder oder andere Weggefährten. In einer Mischung aus echten Bildern einer sportlichen Karriere, inszenierten Trainingssequenzen und Kommentaren der Athleten, kann auch der Laie leicht nachvollziehen, wie der lange Weg zu sportlichen Höchstleistungen und erfolgreichen Karrieren hinter den Kulissen aussieht.

der beste SportfilmAuch Spielfilme, wie zum Beispiel „Sophie Scholl – Die letzten Tage„, basieren oftmals auf realen Ereignissen, schmücken diese aber oft aus dramaturgischen Gründen aus oder ändern sie ein wenig ab, um die Spannung beim Zuschauer aufrechtzuerhalten. Hier wird also weniger Wert auf Fakten gelegt, als auf ein spannendes Kinoerlebnis. Meist wird ein langer Weg aus Training und Misserfolgen mit dem Gewinn eines wichtigen Wettkampfs am Ende des Films belohnt. Genauso gut können solche Filme aber auch fiktive Ereignisse zeigen. Dies hat den Vorteil, dass dem Zuseher der Ausgang noch nicht geläufig ist.

Fazit der besten Sportfilme

Diese zehn besten Sportfilme bilden einen guten Grundstock, um sich mit dem Genre des Sportfilms zu befassen. Dennoch sind sie nur die Spitze des Eisbergs. Wer mag, kann sich danach noch an Filmen über Wintersportarten versuchen, wie beispielsweise „Cool Runnings“ über das jamaikanische Bobteam, den erfolglosen Skispringer „Eddie the Eagle“ oder das oscarprämierte „I, Tonya“. Aber egal ob Sommer oder Winter, Dokumentation oder Spielfilm – Sportfilme wissen stets mit Dramatik und Spannung zu beeindrucken. Und vielleicht inspirieren sie sogar den einen oder anderen Zuschauer, sich selber einmal an der gezeigten Sportart zu versuchen.

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