Die drei Räuber (Film)

Animation X verhalf im Film „Die drei Räuber“ dem Bilderbuchklassiker von 1961, von Tomi Ungerer, zu einem Filmvergnügen für die gesamte Familie. Es ist die erste Produktion des Labels, seit der Gründung im Jahre 2004. „Die drei Räuber“ lief erstmals 2007 in den deutschen Kinos. Hayo Freitag als Regisseur (bekannt durch Käpt’n Blaubär) bewies große Liebe zum Detail.

Die drei Räuber
Dauer: 76 Min.
Jahr:
Regie: Hayo Freitag
Produzenten: Stephan Schesch
Hauptdarsteller: Hayo Freitag, Achim Borries
Nebendarsteller: Stephan Schesch, Lars Jordan, David Groenewold
Studio: Warner Home Video
Sprachen: Deutsch

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Die FBW (Filmbewertungsstelle Wiesbaden) bezeichnete den Animationsfilm mit besonders wertvoll. Es geht um ein kleines Mädchen namens Tiffany. Auf dem Weg zum Waisenheim, Tiffany hat gerade ihre Eltern verloren, wollen drei Räuber die Kutsche ausrauben. Das Waisenkind hat aber keine teuren Sachen bei sich, sondern nur ihre Puppe Pimpernella.

Besetzung, Regie und Drehorte

Die drei Räuber“ ist ein in Deutschland produzierte Animationsfilm der besonderen Art. Hayo Freitag der Regisseur hält die Geschichte über 75 Minuten spannend, nicht nur für Kinder. Obwohl keine Altersbeschränkung vorliegt, ist es ein Vergnügen für die ganze Familie. Die Grundlagen entnahmen die Drehbuchschreiber Achim von Borries, Bettine von Borries, Hayo Freitag und Tomi Ungerer dem Kinderbuch von Tomi Ungerer. Das kleine Mädchen in der Geschichte wird von Elena Kreil gesprochen, „die drei Räuber“ von Joachim Król (Malente), Bela B (Flinn) und Charly Hübner (Donnerjakob). Die Kindergeschichte besitzt nicht viele unterschiedliche Sprecher, die Tante spricht Katharina Thalbach und der Erzähler Tomi Ungerer selbst.

Der Erzähler ist nicht nur als Auto und Zeichner von Kinderbüchern weltweit bekannt, ebenfalls als Satiriker und Grafiker. Seit rund 30 Jahre lebt Ungerer in Irland oder in Straßburg auf einer Farm. Die Musik zu „Die drei Räuber“ schrieb Kenneth Pattengale. Den Schnitt übernahmen Lars Jordan und Sascha Wolff.

Handlung & Inhalt vom Film „Die drei Räuber“

Das Waisenhaus wird von einer fiesen Tante geführt. Ihre Schützlinge sind zum Arbeiten da. Lange harte Arbeitstage erfahren die Waisenkinder in Heim, Arbeitstage in einer Zuckerrübenfabrik. Als Dank bekommen die Kinder eine schlechte Versorgung von der Tante. Während sie selbst im Turm des Heimes ein tolles Zimmer besitzt und dort herrliche Torten verspeist.

Tiffany sitzt in einer Kutsche mit ihrer Lieblingspuppe und tritt den Weg in ihr neues Zuhause an. Die Kutsche wird auf dem Weg, im Wald, von drei Räubern überfallen. Ein Räuber bewaffnet mit einem Blasebalg, der andere mit einem roten großen Beil und der letzte mit einer Donnerbüchse. Die Enttäuschung ist groß, als sie feststellen, dass kein Reichtum in der Kutsche ist, sondern das kleine Mädchen Tiffany. Die Räuber wollen schon Reißaus nehmen, aber Tiffany wittert eine Chance, dem Heim zu entkommen. Sie gibt sich als Tochter des bekannten reichen Maharadscha aus. Es kommt, wie es kommen musste, die drei entführen sie und bringen Tiffany in ihre Höhle. Sie denken an Erpressung und haben hohe Lösegeldforderungen im Kopf, Lösegold.

Die Tante wird fuchsteufelswild, als sie erfährt, dass Tiffany entführt wurde. Die Polizei muss helfen. In der ganzen Aufregung, schaffen es zwei Jungen zu fliehen. Die Geschichte mit dem reichen Maharadscha befindet sich kurz vor dem Ende, denn als die Polizei sich einschaltet kommen Information ans Licht. Doch die drei Bösewichte gewinnen das kleine Mädchen lieb und wollen es gar nicht mehr hergeben. Bei der wilden Jagd nach Tiffany greift der Polizist im Wald durch und verwarnt eine Schnecke aufgrund von einer Überschreitung des Tempolimits.

Am Ende helfen „die drei Räuber“, die böse Tante zu besiegen. Eine große Tortenschlacht bricht aus. Das viele Geld, den Schatz, den die Tante hortet, geht für gute Zwecke drauf. Alle bekommen etwas von dem Geld ab. Die alten zweidimensionalen Zeichnungen orientieren sich an den Stil des Buches von Ungerer. Hayo Freitag folgt nicht sklavisch einer besonderen Leitlinie, genau wie bei dem gelungenen Zeichentrickfilm „Käpt’n Blaubär“. Düstere Bilder stehen im Wechsel mit fröhlichen Abschnitten und märchenhaften Erzählungen. An einigen Stellen erinnert der Film an Bilder aus einem Stummfilm, zum Beispiel die endlosen Treppen des Turms.

Fazit & Kritiken zum Film „Die drei Räuber“

Eigene einfallsreiche Zeichnungen bewahren trotzdem den Charme der ursprünglichen Figuren. Der Kinderfilm ist amüsant, effektiv und selbst für Erwachsene nicht unter dem Niveau. Die Bilder sprechen für sich. Für den Zuschauer wird die Lust an der Gestaltung deutlich. Zum Beispiel bei kleinen Szenen wie: Das Einhorn taucht auf und die Bewegung der Hufe wird sehr lieblich dargestellt. Ein Baum trägt um seine Rinde einen höchst modischen Gürtel. Selbst Wortspiele wie „Lösegold“ peppen den Film auf.

Die deutsche Produktion kann durchaus an der Weltspitze mithalten. Das Bilderbuch in bewegte Bilder umzusetzen ist perfekt gelungen. Der Zuschauer erfährt ein harmonisches Zusammenspiel von Farben, Musik, Ton und Zeichenstil. Die prominenten Sprecher leisten ebenfalls gute Arbeit.

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