Die Mondnacht von Toulon

Es ist der 21. Juli 1969 im Film „Die Mondnacht von Toulon„, an dem das Militärschiff „Royal“ im französischen Hafen von Toulon anlegt. Ein Tag, an dem sich nicht nur die Weltgeschichte verändert, sondern auch das Leben einfacher Menschen. Nachdem der kommunistische Kommandant „LIP“, den Hauptgefreiten Christian, kurz „HG“, vor versammelter Mannschaft bloßgestellt, schwört dieser bittere Rache. „Lip“ soll dafür mit dem Tod bezahlen.

Les Cinq Parties du monde (Littérature t. 32633) (French Edition)
Dauer: 90 Min.
FSK: ab 12 Jahren
Jahr:
Regie: Gérard Mordillat
Produzenten: Denis Freyd, André Bouvard
Hauptdarsteller: Franck Falise, Franck de la Personne, Marc Babé
Nebendarsteller: Marie Denarnaud, Marie Kremer
Studio: Archipel 33
Sprachen: Deutsch, Français

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Kurz darauf begibt „HG“ sich mit dem Schiffsjungen Victor in das Rotlichtmilieu der Stadt. Nach alten Regeln und Gesetzen der „Royal“ soll er dort von ihm ein Bier und eine Hure bezahlt bekommen. Im Etablissement lernt Victor die Frauen Josy, Kuku, Maggie und Linda kennen, zwischen denen er sich eine auswählen darf. Alle dieser Prostituierten tragen ein Geheimnis mit sich. Für Victor wird der Abend zur bitteren Enttäuschung. Beim Aufeinandertreffen von „Lip“ und „HG“, der Abend der Abrechnung.

Besetzung, Regie und Drehorte

Das französische Drama „Eine Mondnacht in Toulon“ ist eine Adaption des Buches „Vichy-Menthe“, von Dichter, Romancier und Regisseur Gérard Mordillat. Bei der Literaturverfilmung, mit dem Originaltitel „Les cinq parties du monde“, übernahm Mordillat auch das Schreiben des Drehbuchs. Den Soundtrack schrieb der Komponist, Pianist und Jazzmusiker Thomas Enhco. Für die Kinematografie verantwortlich war, der mit dem Cesar ausgezeichnete, Francois Catonné.

Das Schauspielerensemble bildeten die Künstler Franck Falise („Das Ende der Stille“), Franck de la Personne („Willkommen in Monte Carlo“) und Marc Barbé („Wood for Winter“). In den weiblichen Hauptrollen zu sehen waren, Florenz Thomass („Kalte Duschen“), Marie Denarnaud („La Librairie“), Marie Kremer („Ich wollte immer schon eine Heilige sein“) und Kea Kaing („Win Win“).

Ausgezeichnet wurde „Eine Mondnacht in Toulon“ mit der „Goldenen FIPA“ für die beste Filmmusik und den besten Film in Biarritz. Erstausgestrahlt wurde das Drama am 28. September 2012, mit einer Länge von 90 Minuten in Deutschland und in Frankreich auf dem Fernsehsender ARTE, der gleichzeitig den Film produzierte.

Handlung & Inhalt vom Film „Die Mondnacht von Toulon“

Es ist der 21. Juli 1969. Die beiden amerikanischen Astronauten Neil Armstrong und Edwin Aldrin landen auf den Mond und bereiten sich darauf vor, ihn als erste Menschen zu betreten.

Zur selben Zeit legt das Marineschiff „Royal“ im französischen Hafen Toulon an. Hauptbootsmann und auch Chef der Miliz Lipziwski, kurz „Lip“ genannt, lässt die Besatzung antreten, um sie vor ihren Landgang zu inspizieren. Darunter befindet sich der Schiffsjunge Victor Colbert, von allen „Minz-Brause“ genannt und der Hauptgefreite Christian Marie-Duval, der den Spitznamen „HG“ trägt.

 

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„Lip“ befiehlt „HG“ vor der ganzen Mannschaft, seine Hose zu öffnen, um die darunter befindliche Unterwäsche auf Sauberkeit zu überprüfen. Der Hauptgefreite kommt dem zwar Befehl nach, ist jedoch wutentbrannt und schwört Rache. Bei nächster Gelegenheit will er Lipziwski mit einem Messer töten.

Anschließend verlässt er mit seinem Schützling Victor das Schiff, um ihn gemäß der langjährigen Tradition der „Royal“, ein Bier und eine Prostituierte zu bezahlen. Ihr Weg führt sie in das Vergnügungsviertel „Klein Chicago“ und hier zu der Bar „Miami“.

Im Etablissement, geführt von Madame Lin Ho, erwarten sie die Freudenmädchen Josy, Kuku, Maggie und Linda. Und jede dieser Frauen hat eine eigene Lebensgeschichte zu erzählen.

So trauert Maggie um ihren Bruder, einen Poeten, und dem letzten Mitglied ihrer Familie, dessen Bücher sie über alles geliebt hatte. Oder Josy, die eine schwere Kindheit hinter sich hat, da ihr Vater sie und ihre Schwestern tyrannisiert hatte. Außerdem ist sie unglücklich in „Lip“ verliebt, den sie seit ihrer gemeinsamen Zeit nicht mehr vergessen kann. Kuku, bekannt als das schönste Mädchen bei Madame Lin Ho, ist ein Junge, wurde von seiner Mutter aber wie ein Mädchen aufgezogen.

Als „Minz-Brause“ sich für Kuku entscheidet, will Maggie dies verhindern, jedoch bleibt Victor bei seiner Entscheidung. „HG“ und Linda begeben sich in ein Nebenzimmer, um von dort aus die Beiden heimlich zu beobachten. Zudem macht der Matrose Linda einen Heiratsantrag. Zusammen mit ihr möchte er ein bürgerliches Leben führen und die Autowerkstatt seines Vaters übernehmen.

„Lip“, der ihnen heimlich gefolgt ist, da er sich Sorgen um den Schiffsjungen macht, ist inzwischen bei dem Bordell angekommen. Victor hat enttäuscht festgestellt, dass die reizende Kuku ein Mann ist und verlässt fluchtartig das Zimmer.

In der Bar treffen „Lip“ und „HG“ aufeinander. Dieser nutzt nun seine Chance auf Vergeltung. Nach einem heftigen Wortwechsel eskaliert die Situation und „HG“ sticht seinen Vorgesetzten nieder. Während Lipziwski in ein Krankenhaus gebracht wird, stellt die Polizei „HG“ und verhaftet ihn. Ein Abend voller dramatischer Ereignisse neigt sich langsam dem Ende zu.

Fazit & Kritiken zum Film „Die Mondnacht von Toulon“

In seinem Literaturdrama „Die Mondnacht von Toulon“ verfilmt Gérard Mordillat sein eigenes Werk, den Roman „Vichy Menthe“. Er richtet seinen Focus auf einen bedeutenden Tag in der Geschichte der Menschheit, den 21. Juli 1969. Hier betritt der Astronaut Nils Armstrong als erster Mensch den Mond. Zeitgleich landet ein Militärschiff in der Hafenstadt Toulon.

Doch hier handelt es sich um eine Geschichte, die genauso im täglichen Leben eintreten könnte. Der gestrenge Vorgesetzte Hauptbootsmann „Lip“ denunziert seinen Untergebenen Hauptgefreiten „HG“ und blamiert ihn vor der gesamten Besatzung. Nun, es hätte nichts weiter passieren müssen, doch „HG“ sinnt auf Rache, was zuletzt fast tödlich endet. Weiterhin erzählt sie von dem noch jungen Schiffsjungen Victor, der zum ersten Mal im Leben mit dem Erwachsenwerden konfrontiert wird. Doch auch die Liebe und das geliebt werden ist ein weiterer bedeutender Punkt in der Handlung.

Besetzt ist „Die Mondnacht von Toulon“ mit bekannten Schauspielern des französischen Film, die gut miteinander harmonieren. Der Film ist authentisch, ruhig und zeigt eine großartige Kameraführung, die besonders durch ihre immer wiederkehrenden schwarz-weiß Aufnahmen die Gefühlswelt der Protagonisten zum Ausdruck bringt.

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