Flatliners – Heute ist ein schöner Tag zum Sterben

Die Frage danach, was uns nach dem irdischen Leben erwartet, hat die Menschheit seit jeher beschäftigt. Für fünf ambitionierten Nachwuchsmediziner scheint die Antwort auf jenes Rätsel nun zum Greifen nahe. Die Gruppe macht sich dabei selbst zum Forschungsobjekt und begibt sich im Film „Flatliners – Heute ist ein schöner Tag zum Sterben“ auf die Reise zwischen Leben und Tod.

Flatliners
Dauer: 114 Min.
FSK: ab 16 Jahren
Jahr:
Regie: Joel Schumacher
Produzenten: Rick Bieber, Michael Douglas
Hauptdarsteller: Kiefer Sutherland, Julia Roberts, Kevin Bacon
Nebendarsteller: William Baldwin, Oliver Platt
Studio: Columbia Pictures
Sprachen: Deutsch, English

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Dabei müssen sie feststellen: wer mit dem Leben spielt und über den Tellerrand der Existenz blicken will, wird, neben vermeidlichen Geistern der „anderen Seite“ auch mit den eigenen Geistern konfrontiert, und zunehmend verschwimmen die Grenzen zwischen Vergangenheit, Gegenwart, Leben und Tod.

Flatliners – Besetzung, Regie und Drehorte

Die Regie von „Flatliners“ hatte Joel Schumacher (Die Jury, Lost Boys) Produziert wurde unter Anderem von Rick Bieber und Michael Douglas, den man sonst eher als Schauspieler kennt (The Game, Basic Instinct).

In der Rolle des Nelson spielt Kiefer Sutherland (24, Melancholia, Lost Boys), Rachel wird von der damals 23-jährigen Julia Roberts (Pretty Woman, u.A.) verkörpert. In weiteren Haupt-, und Nebenrollen spielt der ebenfalls noch junge Kevin Bacon (Mystic River, Footlose, Sleepers) als David Labraccio, Oliver Platt (Die Jury, Einsame Entscheidung) als Randy Steckle, Kimerly Scott (Abyss) als Winnie Hicks, sowie William Baldwin als Joe Hurley.

Und auch der Soundtrack kann sich sehen lassen: dieser stammt vom berühmten Hollywood-Filmkomponisten James Newton Howard (The Dark Night, Die Tribute von Panem, The Sixth Sense). Einzelne Songs stammen von Lincoln Chase, sowie Dave Steward & The Spiritual Cowboys, gedreht wurde 1989 auf dem Campus der Loyola Universität in Chicago.

Handlung & Inhalt vom Film „Flatliners – Heute ist ein schöner Tag zum Sterben“

Der junge Medizinstudent Nelson Wright ist fasziniert von der Frage danach, was den Menschen nach dem Leben erwartet. Gibt es noch mehr, das sich mithilfe der Wissenschaft erforschen lässt? Er überzeugt seine Kommilitonen Joe, David, Randy, sowie die anfangs noch skeptische Rachel davon, ihm bei einem revolutionären Selbstversuch zu assistieren: Nelson soll zunächst in einen „Nahtodzustand“ gebracht und anschließend wieder reanimiert werden.

Für eine Minute begibt er sich in die Twilight Zone zwischen Leben und Tod und trifft dort auf Billy Mahoney, den er als Schuljunge gemobbt hat. Doch bevor er herausfindet, was dieser ihm mitteilen will, erwacht er wieder auf dem Operationstisch. Nachdem sich Joe auf die selbe Reise begibt und dort – trotz Partnerin samt Verlobung – eine erotische Begegnung mit einer Unbekannten hat, folgen die anderen Beiden. Jeder berichtet von einer anderen Situation, die jedoch alle eins gemeinsam haben: sie stehen in Bezug zur eigenen Vergangenheit.

Während die anderen sich daran machen, weitere Experimente anzustellen, muss Nelson feststellen, dass ihn seine Visionen von der anderen Seite nun auch im Leben verfolgen und dabei immer bedrohlichere Ausmaße annehmen. Doch bevor er seine Freunde warnen kann, muss er feststellen, dass diese bereits dabei sind, nun auch Rachel auf „die andere Seite“ zu transportieren. Diesmal läuft alles weniger glimpflich ab, ein plötzlicher Stromausfall führt dazu, dass Rachel tatsächlich beinahe-stirbt.

Zwar überlebt sie, wird seitdem aber von Visionen ihres Vaters verfolgt, der Suizid beging – und Rachel sich selbst dafür verantwortlich macht. Neben Halluzinationen, die im Alltag der fünf auftreten scheint auch die Vergangenheit Einzug in die Gegenwart zu halten: So entdeckt Joes Verlobte beim Ausmisten alte Videokassetten, auf der sich die mysteriöse Frau aus Joes Visionen befindet – in einer Situation, die ein völlig anderes Licht auf den sonst so netten Joe wirft.

Billy trifft seine „Vision“ in Form der kleinen Winnie, die er als Kind ebenfalls gemobbt hat. Rächt sich also die Vergangenheit, oder handelt es sich vielmehr um ein Hinweis darauf, sich dieser zu stellen? Auch Rachel bekommt dies zu spüren: seit dem Tod ihres Vaters leidet sie unter starken Schuldgefühlen und trifft ihn bald darauf auf in einer weiteren Halluzination wieder. Doch statt ihre Ängste zu bekräftigen erfährt sie von seiner Drogensucht und kann endlich Frieden schließen.

Doch immer noch wird Nelson von den Geistern der Vergangenheit gepeinigt. Was genau verschweigt er seinen Freunden? Wie sich zeigt, so sind Nelsons Visionen nicht nur deutlich gefährlicher als zunächst angenommen – sondern auch seine Vergangenheit. Ist es bereits zu spät, Frieden mit den „alten Dämonen“ zu schließen?

Fazit & Kritiken zum Film „Flatliners – Heute ist ein schöner Tag zum Sterben“

Beim Drehbuch des Genremixes aus Science Fiction und Psychohorror inspirierte sich Filardi übrigens an echten Nahtoderlebnissen eines Freundes. Aufgrund des provokanten Plots erhielt er kontroverse, überwiegend jedoch positive Rezensionen: so schreibt etwa die New York Times von „einem unterhaltsamen Film mit eigener Note“, der Filmkritiker Roger Ebert von einem „originellen, intelligenten Thriller“, der es mittlerweile auch in die Riege der Kultfilme geschafft hat, und 2017 ein Remake erhielt, das jedoch floppte.

Nominiert wurde „Flatliners – Heute ist ein schöner Tag zum Sterben“ bei den Academy Awards 1990 für das beste Sounddesign. Ein Plus geht neben opulenten Bildern und musikalischer Untermalung auch an das Engagement der Jungschauspieler, die monatelang an medizinischen Trainings teilnahmen, um so überzeugende Forscher darzustellen. Der Aufwand hat sich ausgezahlt, denn Flatliners schaffte es bei der Erstaufführung im August 1990 auf Anhieb auf Platz 1 der US-Amerikanischen Kinocharts.

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