Green Book – Eine besondere Freundschaft

Im Mittelpunkt der Filmbiografie „Green Book – Eine besondere Freundschaft„, eine wahre Begebenheit, stehen der dunkelhäutige Pianist, für Jazz Musik, Don Shirley und sein Fahrer Tony Lip, mit weißer Hautfarbe. Die Geschichte spielt in den 1960er-Jahren. Beide Männer lernte sich auf einer Konzert-Tournee kennen und schätzen. Die Tournee verlief von New York bis in die Südstaaten. Insgesamt konnten fünf Auszeichnungen und fünf Nominierungen auf unterschiedlichen Veranstaltungen erreicht werden.

Green Book - Eine besondere Freundschaft [dt./OV]
Dauer: 130 Min.
FSK: ab 6 Jahren
Jahr:
Regie: Peter Farrelly
Produzenten: Jim Burke, Brian Hayes Currie, Nick Vallelonga, Charles B. Wessler
Hauptdarsteller: Viggo Mortensen, Mahershala Ali
Nebendarsteller: Linda Cardellini, Brian Stepanek, Dimiter D. Marinov
Studio: e1
Sprachen: Deutsch, English

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„Green Book – Eine besondere Freundschaft“ fällt in die Kategorie der amerikanischen Tragikomödien. Am 11. September 2018 wurde bei dem Internationalen Film-Festival in Toronto Weltpremiere gefeiert. Kurze Zeit später, am 31. Januar 2019, spielten deutsche Kinos den Film ab.

Green Book – Besetzung, Regie und Drehorte

Mit dem Regisseur Peter Farrelly nahmen die mehr als zwei Stunden richtig Fahrt auf. Bekannt wurde Farrelly durch seinen ersten Film „Movie 43“. Während des zweiten Films, „Green Book – Eine besondere Freundschaft„, arbeitete er ohne seinen Bruder Bobby. Für das Drehbuch sind Brian Hayes Currie, Peter Farrelly und Nick Vallelonga, Tony Lips Sohn verantwortlich.

Als Kameramann fungierte Sean Porter, wobei die Dreharbeiten von November 2017 bis Januar 2018 stattfanden. Dabei hatten Jim Burke, der Regisseur selbst, Brian Hayes Currie, Nick Vallelonga und Charles B. Wessler ihre Hände in der Produktion im Spiel. Nur ein Tag wurde in New York gedreht und die restlichen Aufnahmen entstanden in ganz Louisiana. Die Filmmusik komponierte Kris Bowers und den Schnitt nahm Patrick J. Don Vito vor.

Im November 2017 gab es die Bekanntgabe, dass der mehrfach Oscar-nominierte Schauspieler Viggo Mortensen und der Oscar-Preisträger Mahershala Ali die Hauptrollen als Tony „Lip“ Vallelonga und Don Shirley übernehmen. Im selben Monat stand fest, dass Linda Cardellini für die Rolle als Lips Ehefrau Dolores fungieren würde. Dazu kam es zu weiteren Besetzungen durch: Brian Stepanek, Dimiter D. Marinov, Mike Hatton, Sebastian Maniscalco, Don Stark, Iqbal Theba und Lewis.

Handlung & Inhalt vom Film „Green Book“

Tony Lip ist Türsteher beim Copacabana in New York und ein Italoamerikaner. Zu den damaligen Verhältnissen stammt Tony aus der Arbeiterklasse und erreichte nie mehr als die siebte Schulklasse. Dummerweise schließt der Club wegen Umbaumaßnahmen einige Monate. Deswegen lässt sich Tony auf einen außergewöhnlichen Job als Chauffeur ein. Dr. Don Shirley ist ein gebildeter, kultivierter und hochtalentierter Afroamerikaner, welcher mit der Präsidenten-Familie Kennedy befreundet ist. Dazu spielt er Piano und wohnt in dem Apartment über der Carnegie Hall.

Allerdings sucht Shirley mehr als einen Fahrer. In Wirklichkeit soll Tony auf der Konzert-Tournee, von New York über Pennsylvania, Indiana, Ohio, Iowa und Kentucky bis hin in die Südstaaten, sein persönlicher Assistent sein und zudem sicherstellen, dass sein Boss pünktlich bei allen Auftritten erscheint. Die Mitmusiker, Bassist George und der Cellist Oleg, nutzen für die Fahrt ein eigenes Auto.

Während des Roadtrips, über eine Länge von zwei Monaten, erleben die vier Höhen und Tiefen. Auf dem Weg durch die Südstaaten muss mit dem Green Book geplant werden. Dabei handelt es sich um einen Reiseführer für afroamerikanische Autofahrer. Zu der Zeit akzeptieren nur wenige Unterkünfte, Tankstellen und Restaurants schwarze Kunden. So sind die weißen George und Oleg auf ihrer Reise nicht so eingeschränkt wie ihr Kollege. Immer wieder taucht die deutliche Kluft zwischen Tony und Don hervor. Für den Chauffeur ist es unmöglich, noch nie etwas von den schwarzen Musikern wie Aretha Franklin und Little Richard gehört zu haben.

Selbst Chubby Checker ist nur namentlich bekannt. Auf der Fahrt bringt Tony dem Pianisten die Musik der schwarzen Musiker nahe und isst mit ihm Fried Chicken, zusätzlich wird das Wort „genießen“ kennengelernt. Im Gegenzug unterrichtet der Boss seinen Chauffeur im Briefeschreiben, Liebesbriefe an seine Frau. So tauchen Gefühle ihr gegenüber auf und die Schönheit der Landschaft wird diskutiert. Als weiterer Lehrpunkt erscheint das Thema Ehrlichkeit und eine verbesserte Ausdrucksweise.

Nach einiger Zeit fällt es Don zunehmend schwerer die Demütigung zu ertragen, sodass er allein in eine Bar geht und verprügelt wird. Tony hilft gerade noch rechtzeitig, um den betrunkenen Shirley den Händen der Rednecks zu entziehen. Kurz vor Weihnachten gerät das Team in eine Polizeikontrolle in Little Rock. Wobei Tony die rassistischen Anfeindungen des Polizisten mit Schlägen beantwortet. Daraufhin werden beide Männer in Gewahrsam genommen. Fast gerät der Zeitplan ins Wanken.

Doch letztlich erreichen sie Birmingham als letzte Station. Immer noch herrschen dort genaue Vorstellungen über den Stellenwert der Schwarzen in der Gesellschaft. Im Restaurant der Konzerthalle wird den Schwarzen kurz vor dem Auftritt der Zugang verwehrt. Somit sagen Tony und Don das Konzert ab, auch wenn damit die Pflichten des Vertrages nicht erfüllt werden. Stattdessen besuchen sie einen Musikclub mit schwarzem Publikum. Erst spielt Don dort alleine eine Chopin-Etüde auf dem Piano und dann mit Begleitung der anwesenden Musiker.

Noch in derselben Nacht erreichen die beiden Männer New York. Auf dem letzten Stück fährt Don das Auto sogar ein Stück selbst, damit die Stadt noch am Weihnachtsabend erreicht wird. Gerade noch im Zeitplan taucht Tony bei seiner Familie auf und lädt Don dazu ein.

Fazit & Kritiken zum Film „Green Book – Eine besondere Freundschaft“

Das Drehbuch zu „Green Book – Eine besondere Freundschaft“ basiert auf realen Ereignissen. Aufgrund der Geschichte des Regisseurs vermuteten viele Menschen, dass es sich als eine Katastrophe entpuppt. Doch der Film wurde zu einem großen Erfolg.

Durch die eigenartige Tendenz des amerikanischen Filmgeschäfts, gleichwertige Rollen mit einer künstlichen Aufteilung der Hauptdarsteller und Nebendarsteller zu bestücken, hat die Diskussion, aufgrund der Zurückstufung des schwarzen Darstellers, unglaublich befeuert. In Wirklichkeit steht die Figur des Tony Lips im Zentrum des Films. Letztlich muss dem Film zugestanden werden, dass er sich tatsächlich auf die beiden Hauptcharaktere beschränkt.

Zwischenzeitlich tauchen viele Aspekte auf, aber immer nur kurz, damit es die eigentliche Geschichte nicht überlagert. So errät der Zuschauer an den meisten Stellen nur das Vorhandensein des titelgebenden „Green Books“. Zudem kommen die beiden Protagonisten recht harmlos aus den meisten potenziell gefährlichen Situationen heraus. Der Regisseur, Drehbuch-Autor und Produzent Peter Farrelly drückt die korrekten Knöpfe, um dem Publikum eine berührende und kurzweilige Unterhaltung zu bieten.

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