Kleine Verbrechen

Frisch aus der Polizeischule, wird Leonidas auf eine verschlafene Insel, irgendwo inmitten des Mittelmeers, versetzt. Die Inselbewohner samt Kollegen sind alle etwas eigen und von Verbrecherjagd keine Spur – so hatte er sich das Polizistendasein nicht vorgestellt. Im Tod des inselbekannten Zacharias wittert Leonidas seinen ersten richtigen Fall und wird dabei von Angeliki, dem schönsten Mädchen der Insel, im Film „Kleine Verbrechen“ unterstützt.

Kleine Verbrechen
Dauer: 84 Min.
FSK: ab 6 Jahren
Jahr:
Regie: Christos Georgiou
Produzenten: Thanasis Karathanos, Christos Georgiou, Konstadinos Moriatis
Hauptdarsteller: Aris Servetalis, Vicky Papadopoulou, Antonis Katsaris
Nebendarsteller: Panayiotis Benekos, Evgenia Dimitropoulou
Studio: Indigo
Sprachen: Deutsch, Griechisch

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Gemeinsam machen sie sich daran, den Fall zu lösen und treffen dabei nicht nur auf skurille Inselbewohner und ihre ganz eigenen Versionen davon, was sich zugetragen haben könnte. Leonidas findet auch zunehmend Gefallen an Angeliki. Ist das Inselleben am Ende doch nicht so übel?

Kleine Verbrechen – Besetzung, Regie und Drehorte

Gedreht wurde der Film „Kleine Verbrechen“ auf der griechischen Insel Thirassia, auf der gerade einmal 270 Menschen leben, und dies sich mitten im Meer westlich der großen Schwesterinsel Santorini befindet. Regie, Drehbuch und Produktion hatte der zypriotische Regisseur und Filmproduzent Christos Greorgiou (Children of the Riots, Under the Stars). Verantwortlich für Kamera und damit auch den weiten Landschaftsaufnahmen, die dem Film einen besonderen Flair geben, hatte Yorgos Giannelis.

Der Dreh von „Kleine Verbrechen“ wurde in deutsch-griechischer Zusammenarbeit unter der Koproduktion von ARD/ZDF, sowie mit Fördergeldern des Medienboard Berlin-Brandenburg im Sommer 2008 abgeschlossen und lief 2009 in den deutschen Kinos an. Ferner wurde der Film auf verschiedenen Filmfesten vorgeführt, darunter auch auf dem Fünf-Seelen-Filmfestival in Starnburg. Die Altersbeschränkung liegt bei sechs Jahren, und der Film hat eine Spiellänge von insgesamt 1h 25 min.

Protagonist Leonidas wird von Aris Servelatis (The Waiter, Men of God), die Rolle der charismatischen Angeliki spielt Viki Papadopulou (Stratos, Smuggling Hendrix) gespielt. In weiteren Nebenrollen spielt Rania Oikonomidou (The man in gray) als Frau Pleiades, Antonis Katsaris als Zacharias, Panayiotis Penekos als Orestis, sowie Weitere.

Handlung & Inhalt vom Film „Kleine Verbrechen“

Der frischgebackene und ambitionierte Polizist Leonidas träumt von der großen Polizeikarriere in Athen, der Hauptstadt Griechenlands mitsamt kriminellem Untergrund, den es aufzumischen gilt! Doch statt in der Großstadt auf Verbrecher Jagd zu gehen, wird Leonidas auf eine kleine Insel Thirasia versetzt, irgendwo weit ab von Athen.

Statt Abenteuer verbringt er seine Tage hier gelangweilt und rügt Verkehrssünder oder kontrolliert, ob sich auch alle an das Nacktbadeverbot halten – und hier handelt es sich zu Leonidas` Enttäuschung vor allem um das ältere Klientel. Hinzu kommt, dass er sich zu allem Überfluss mit seinen älteren Kollegen herumärgern muss, die den Grünspann nur bedingt ernst nehmen. Sehr „abwechslungsreich“ kommt ihm da der vermeidliche Tod des inselbekannten und eigenbrötlerischen Zacharias entgegen, dessen Leichnam neben einem Klippenhang entdeckt wird.

Leonidas ist sich sicher: das war Mord! Nachdem die Leiche auf Eis liegt aber keine Obduktion vorgenommen wird, beginnt Leonidas damit, alleine die Ermittlungen aufzunehmen. Sowohl Kollegen als auch Inselbewohner sind sich jedoch sicher, dass es sich hier um einen Unfall handelt – so etwas wie Mord gibt es auf Thirasia nicht!

Er stellt Befragungen an und muss bald feststellen, dass jeder seine ganz eigene Theorie von Zacharias Schicksal hat. Währenddessen lernt er die hübsche Angeliki kennen, die mittlerweile in Athen Karriere als Fernsehmoderatorin gemacht hat und der ganze Stolz der Insel ist. Als sich herausstellt, dass sie die uneheliche Tochter von Zacharias ist, begleitet diese Leonidas auf seiner Suche nach Antworten um den mysteriösen Todesfall.

Die Theorien der Inselbewohner werden dabei zunehmend abstruser – und reichen vom einfachen Unfall bis hin zur Militärverschwörung. Aber dazu nicht genug: Angeliki und Leonidas kommen sich auch privat näher, und Leonidas muss sich fragen, ob Thirasia am Ende doch gar nicht so übel ist wie zuvor angenommen. Aber was wird dann aus seinen Träumen von der großen Verbrecherjagd?

Während er weiterhin bemüht ist, den Fall zu lösen stellt er ebenfalls fest: die zwar sympathischen aber dennoch etwas verschrobenen Inselbewohner wissen mehr, als sie zugeben. Und das nicht nur über Zararias, sondern auch voneinander – denn dass das Inselleben so langweilig und ereignislos ist, entpuppt sich bald als falsche Annahme. Leonidas erkennt bald, dass er die Bewohner unterschätzt hat – Je kleiner die Insel, desto eingeschworener die Dorfgemeinschaft!

Fazit & Kritiken zum Film „Kleine Verbrechen“

Neben weiten Landschaftsaufnahmen, die Lust auf einen Urlaub in Griechenland machen, besticht der Film mit charismatischen und verschrobenen Charakteren, schauspielerisch, allen voran von Aris Servelatis als griesgrämiger Leonidas, dargestellt werden. Und auch wenn es sich bei „Kleine Verbrechen“ in erster Linie um eine heitere Kriminalkomödie mit skurillen kleinen Handlungsebenen in Form der Theorien um Zacharias handelt, so kommen auch ernstere Fragen zur Sprache: wenn es etwa darum geht, die eigenen Erfolgsfantasien zu überdenken und die einfachen aber gerade daher so schönen Dinge des Lebens wertzuschätzen, – wie eben auch jeder Inselbewohner unter der Oberfläche seine eigene Geschichte hat.

Die Landschaftsaufnahmen sind daher im Film auch mehr als nur eine reine Touristikwerbung für die Schönheit Griechenlands, sondern eine kleine Hommage – nicht nur an das Inselleben des Landes sondern an das vermeidlich „einfache Leben“, und räumt dabei auch erfolgreich mit dem Vorurteil auf, dass dass Leben nur in den Städten stattfindet.

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