Max Minsky und ich

Das Teenie-Girl Nelly lebt im Film „Max Minsky und ich“ mit ihren Eltern in Berlin. Sie hat fast gar nichts gemein mit ihren Altersgenossinnen. Statt Shopping und Schminken, vergräbt sie sich in Bücher und träumt davon eine berühmte Astronomin zu werden. Nur eines verbindet sie mit Mädchen ihres Alters. Schwärmt sie doch für den luxemburgischen Prinzen Edouard.

Max Minsky und ich
Dauer: 95 Min.
Jahr:
Regie: Anna Justice
Produzenten: Maria Köpf
Hauptdarsteller: Zoe Moore, Emil Reinke, Adriana Altaras
Nebendarsteller: Jan Josef Liefers, Monica Bleibtreu
Studio: Warner Home Video
Sprachen: Deutsch

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Er ist wie sie an Weltraum und Sternen interessiert. Als sie erfährt, dass das Basketball-Team ihrer Schule nach Luxemburg eingeladen wurde, indem der Prinz als Schirmherr beim Turnier fungiert, steht für Nelly fest: Sie muss mit! Allerdings gibt es da ein Problem. Denn in Sachen Sport ist sie eine Niete. Kann ihr vielleicht Nachbarsjunge Max aus der Klemme helfen?

Max Minsky und ich – Besetzung, Regie und Drehorte

Gedreht wurde „Max Minsky und ich„, aus dem Jahr 2007, von der international anerkannten Regisseurin Anna Justice. Ihre Karriere begann sie im Jahr 1997 mit ihrem ersten Langfilm „Tut mir leid wegen gestern„. Im Jahr 2003 wurde sie mit dem Film „Ich liebe das Leben“ für den Grimme-Preis nominiert. Für „Max Minsky und ich“ erhielt sie den Kinderfilmpreis „Der weiße Elefant“ und wurde zudem für den deutschen Filmpreis in der Kategorie „Bester Kinderfilm nominiert.

Anna Justice schuf in der Zeit ihres Lebens eine Reihe von beeindruckenden Werken, unter anderem das Drama „Die verlorene Zeit“ und verstarb, im Alter von 58 Jahren am 18. April 2021, in Kleinmachnow.

Das Drehbuch stammt von der amerikanischen Autorin und Schauspielerin Holly-Jane Rahlens mit dem Originaltitel „Prinz William, Maximilian Minsky und ich“. Das Buch wurde im Jahr 2002 als Roman veröffentlicht. Bereits 2003 wurde sie dafür mit dem „Deutschen Jugendliteraturpreis“ ausgezeichnet. Rahlens arbeitete außerdem mit bedeutenden Regisseuren der Filmbranche zusammen, wie Wim Wenders, Maria Schrader, Eric Till und Veit Helmer.

Den Soundtrack schrieben Julian Maas und Filmkomponist Christoph Maria Kaiser. Mit Rolf Zuckowski zusammen sang Maas, als 7-jähriger, 1982, das Lied „…und ganz doll mich“. Kaiser begann seine Kariere im Jahr 2000 mit „Crazy“ von Hans Christian Schmid.

Top besetzt wurde „Max Minsky und ich“, mit den Kinderstars Zoe Moore („PIGS WILL FLY“) und Emil Reinke („Türkisch für Anfänger“). Des Weiteren spielten Schauspielkoryphäe Jan John Liefers („Der Baader Meinhof Komplex“), Maria Bleibtreu und Adriana Altaras („Das Mikroskop“).

Handlung & Inhalt vom Film „Max Minsky und ich“

Es war einmal in Berlin ein Mädchen und sie hieß Nelly Edelmeister. Ihr Vater Benny ist Musiker und viel unterwegs. Die Mutter Lucy, eine jüdische New Yorkerin, zog einzig und allein der Liebe wegen nach Berlin. Im Augenblick hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, ihre Tochter auf die Bar-Mizwa-Feierlichkeiten vorzubereiten.

Nelly selbst hat nichts mit den Mädchen ihres Alters gemeinsam. Abends interessiert die altkluge und intelligente 13-jährige der Weltraum. Am Tag vergräbt sie sich hinter abschreckenden, schlauen Büchern. Mit Religion hat sie auch nicht so viel am Hut, denn Wissenschaftler glauben nicht an Gott. Mit Freundinnen ihres Alters gibt sie sich nicht ab, sie haben ja keine Lebensweisheit. Ab 80 Jahre, das sind die richtigen Ansprechpartner für sie. Schon ein sonderbares Mädchen diese Nelly.

Nun eines verbindet sie mit den Turnschuh-Prinzessinnen ihres Alters. Die Liebe! Aber das weiß nur ihr Tagebuch. Edouard, heißt der Angebetete. Mit dem gutaussehenden, luxemburgischen Prinzen fühlt sie sich verbunden, der so wie sie die Leidenschaft zur Astrologie entdeckt hat. Nelly würde alles tun, um ihn persönlich kennen zu lernen.

Eines Tages erfährt sie, dass die Basketballmannschaft ihrer Schule zu einem Turnier nach Luxemburg, unter der Schirmherrschaft von Prinz Edouard, eingeladen worden ist. Für Nelly steht fest, das ist ihre Chance, mit dem geliebten Mann in Kontakt zu treten. Doch sie erkennt auch, sportlich ist sie eine Niete und für Basketball etwas klein und zierlich.

Doch die spitzfindige Nelly sieht einen Ausweg in dem der neuen Nachbarsjungen Max, einen Ausnahmetalent in Sachen Basketball. Im Prinzip würde sie sich zwar nicht mit ihm abgeben, denn schulisch ist er nicht gerade eine Koryphäe, doch nur er kann sie zu einer guten Spielerin machen. Anfangs sträubt er sich Fräulein Einstein zu trainieren, doch sie kann ihn zu einnm Deal überreden.

Es kostet sie zwar viel. Denn sie gibt Max das Geld, dass seine Mutter Melissa an sie für Nachhilfestunden zahlt und macht außerdem seine Hausaufgaben. Doch mit der Zeit läuft für die Teenager alles bestens. Max bringt gute Noten nach Hause und sie lernt unter militärischen Drill, Basketball.

Für die Erwachsenen sind die Dinge allerdings nicht einfach. Denn über den Sport kommt Nelly ständig zu den Bar-Mizwa Vorbereitungen zu spät und als sie vom Rabbi beim Lesen eines Liebesromans ertappt wird, bekommt sie ein Unterrichtsverbot. Für Nelly nicht so schlimm, als Astronomin ist man Atheist. Für ihre Mutter allerdings ein Desaster.

Es wäre allerdings zu verkraften, wenn es nicht in der Ehe zwischen Lucy und Benny kriseln würde. Und nur deshalb, weil Max Mutter Melissa eine Affäre mit Benny beginnt. Und auch zwischen Nelly und Max scheint sich aus Freundschaft mehr zu entwickeln.

Und es wird turbulent bei den Edelmeisters und den Minskys. Lucy und Benny trennen sich und der Schularbeiten-Deal fliegt auf. Nelly gerät mit ihrer Mutter wegen der Bar-Mizwa in Streit und Max tritt die Flucht nach vorne an, als er ins Internat verfrachtet werden soll. Nur Nelly weiß, wo er steckt. Doch dafür müsste sie ihre Reise nach Luxemburg aufgeben.

Werden sich Lösungen finden? Und was wird dann aus Prinz Edouard?

Fazit & Kritiken zum Film „Max Minsky und ich“

In ihrem hinreißenden Film „Max Minsky und ich„, erzählt die Regisseurin Anna Justice, eine Coming-of-Age Geschichte, der besonderen Art. Im Mittelpunkt: Nelly. Sie ist eine 13-jährige Einser-Schülerin, die bereits eine Schulklasse übersprungen hat und sich im täglichen Alltagschaos zurechtfinden muss. An ihrer Seite, Max, ein Mitschüler und Basketball-As, der innerhalb kürzester Zeit, Nellys zukünftiges Leben entscheidend verändert. Und während die beiden sich näher kennenlernen und sich mit zänkischen Müttern, abwesenden Vätern, ätzenden Lehrern und Mitschülern herumschlagen, lernen sie einiges über die erste Liebe und wahre Freundschaft.

Die Künstler Jan Josef Liefers, Monika Bleibtreu, Rosemarie Fendel Und Adriana Altaras sehen auch die Erwachsenen gern. Sie geben aufgrund ihrer großartigen Schauspielkunst den Film den richtigen Rahmen. Auch die Hauptprotagonisten und Jungschauspieler, Zoe Moore und Emil Reinke, überzeugten mit einem perfekten Zusammenspiel und konnten den Altmeistern ihres Faches ehr wohl Parole bieten.

„Max Minsky und ich“, ist ein wunderschöner Film für Kinder und Jugendliche, der mit viel Humor über Pubertät, Generationskonflikte und das Erwachsenwerden erzählt.

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