Money Monster

Money Monster ist zwar ein Film, doch das Thema ist täglich irgendwo auf der Welt gegeben. Für manche ist es ein Spiel, für manche die gesamte Existenz, die in einem einzigen Moment Zunichte gemacht werden kann: Nachdem die Aktien eines bekannten Kommunikationsunternehmen völlig unerwartet in den Keller geht, kommt es zum Verlust von knapp einer Milliarde US-Dollar. Die Opfer: Kleinanleger wie der junge Kyle Bowell welcher, mitsamt seiner schwangeren Frau, daraufhin die gesamte Existenz verliert.

Money Monster [dt./OV]
Dauer: 98 Min.
FSK: ab 12 Jahren
Jahr:
Regie: Jodie Foster
Produzenten: Daniel Dubiecki, Lara Alameddine, George Clooney, Grant Heslov
Hauptdarsteller: George Clooney, Julia Roberts, Caitriona Balfe
Nebendarsteller: Christopher Denham, Jack O’Connell
Studio: TriStar Pictures
Sprachen: Deutsch, English

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Verzweifelt nimmt er das TV Studio des Finanzspezialisten Lee Gates als Geisel, doch es kommt anders als geplant. Schnell stößt Lees Team selbst auf Ungereimtheiten zum mysteriösen Absturz der Aktie, der sich mit konventionellen Begründungen nicht erklären lässt. Mit Hilfe seiner Kolleginnen Pattie und Diane, dem verzweifelten Kyle, sowie einem Team von Hackern macht sich die Gruppe auf die Suche nach Antworten – und stößt bald darauf einen gigantischen Wirtschaftsskandal.

Money Monster – Besetzung, Regie und Drehorte

Die Dreharbeiten begannen im Februar 2015 in New York City, Standort der berühmt-berüchtigten Wallstreet unter Regie von Jodie Foster, die man sonst eher vor der Kamera trifft. Auch Hauptdarsteller George Clooney (From Dusk Till Dawn), welcher die Rolle des Lee Gates verkörpert, beteiligte sich bei „Money Monster“ an der Co-Produktion, zusammen mit Lana Alameddine, Daniel Dubiecki und Jamie Linden.

Neben Clooney spielt Julia Roberts die Rolle der TV-Produzentin Patty Fenn. In weiteren Rollen spielen Giancarlo Esposito als Captain Powell, Dominic West als Walt Camby, Caitriona Balfe als Diane Lester, sowie Nachwuchsstar Jack O´Connell als Kyle Budwell.

Handlung & Inhalt vom Film „Money Monster“

Der charismatische Finanzexperte Lee Gates geniest mit seiner TV-Show „Money Monster“ so etwas wie Superstar-Status in der New Yorker Finanzszene. Lee befindet sich inmitten eines Interviews mit dem CEO der mächtigen IBIS Capital, Walt Camby, um diesen zum Crash der Aktien zu befragen, der sich weniger als 24 Stunden zuvor ereignet hat.

Doch plötzlich bricht dieser das Interview aufgrund eines wichtigen Geschäftstermins in Genf ab. Dabei bleiben einige Fragen offen, denn die Folge des Absturzes sind verheerend: 800 Millionen Dollar an Gesamtinvestment von unzähligen Kleinanlegern sind verschwunden. Die offizielle aber eher unbefriedigende Erklärung: ein Fehler im Algorithmus des Computers.

Einer der Kleinanleger ist Kyle Budwell, der bei dem völlig unerwarteten Crash seine gesamten Ersparnisse, und somit, seine Existenz verloren hat. Völlig verzweifelt und samt Handgranaten und Sprengstoffgürtel stürmt Budwell das Studio und nimmt Gates im Live-TV als Geisel. Mit Hilfe der langjährigen TV-Produzentin Patty Fenn versucht Gates, Kyle irgendwie zur Vernunft zu bringen – scheinbar vergeblich, denn sein Entschluss vom erweiterten Suizid scheint festzustehen.

Zwar verspricht die IBIS-Sprecherin Diane Lester dem verzweifelten Kyle, für den entstandenen Schaden aufzukommen, eine Erklärung für den Crash kann sie jedoch auch nicht liefern und wird zunehmend skeptischer. Lesters Team kontaktiert daraufhin den koreanischer Profihacker Woo Joon, von dem der Algorithmus stammt. Dieser besteht jedoch darauf, dass es sich bei dem plötzlichen Crash um keinen Systemfehler handelt. Die einzige mögliche Erklärung lautet daher, dass hier jemand bewusst manipuliert hat.

Zufällig macht Lester die Entdeckung, dass sich Camby in Johannesburg aufhielt, statt wie behauptet, nach Genf zu reisen. Patty, Lee und das „Money Monster“ Team beginnen daraufhin, immer tiefer in die Geschäfte des Großunternehmers einzutauchen – mit Hilfe von isländischen Hackern. Die Spur führt nach Südafrika. Das Team entdeckt, dass Cramby dort mit 800 Millionen Dollar investieren möchte – etwa jenen 800 Mio. Dollar der Kleinanleger? Und was genau hat dies mit dem Streik der dortigen Gewerkschaft zu tun?

Wie lässt sich der korrupte Schachzug beweisen? Und was passiert mit Budwell, der immer noch – samt Sprengstoffgürtel – das Studio besetzt, nun allerdings mit Patty und Lee als „Verbündete“? Können sie die korrupten Machenschaften Crambys beweisen, bevor das Studio von der Polizei gestürmt wird?

Fazit & Kritiken zum Film „Money Monster“

Money Monster“ wurde ganz klar von zeitgenössischen Ereignissen wie der (im Grunde bis heute andauernden) globalen Wirtschaftskrise von 2008, diversen Wirtschaftsskandalen, man denke an Enron oder Lehman Brothers, sowie zahlreiche weitere Ereignisse der letzten Jahre inspiriert. Dass sich jene komplexe und oftmals erschreckend düstere Thematik nicht völlig ausführend in einen 90 Minütigen Spielfilm packen lässt, ist verständlich.

Trotz allem, so tragen bei „Money Monster“ nicht zuletzt auch durch zahlreiche Sub-Plots zur Dynamik des Films bei und verdeutlichen den Einfluss der Finanzmärkte auf unser tägliches Leben: auf individueller Ebene in Form von zerstörten Existenzen, Desillusionen und schlussendlich, Gewalt. Schnell wird klar, dass nicht nur der korrupte Protagonist ein „Geldmonster“ ist, sondern das ganze Geldsystem in dem wir leben – und von dem wir oftmals nur die „Spitze des Eisberges“ sehen.

Positiv hervorgehoben müssen zudem neben den detailgetreuen Kulissen (etwa das Fernsehstudio) auch Clooney und Roberts, die ein weiteres Mal unter Beweis stellen wie gut sie gemeinsam auf der Leinwand harmonieren (zuletzt in der Ocean`s Filmreihe).

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