Oh, wie schön ist Panama

Oh, wie schön ist Panama“ ist die Erstverfilmung des Klassikers von Janosch, dem kleinen Tiger und den kleinem Bär. Alle begeben sich auf eine Reise und stellen fest, dass es zu Hause doch am schönsten ist. Der Zeichentrickfilm stammt aus dem Jahre 2006 und sechs Jahre später kam die Fortsetzung in die deutschen Kinos.

Oh wie schön ist Panama
Dauer: 70 Min.
Jahr:
Regie: Martin Otevrel
Hauptdarsteller: Til Schweiger, Anke Engelke, Ralf Schmitz
Nebendarsteller: Dietmar Bär, Mirco Nontschew
Studio: Warner Bros.
Sprachen: Deutsch

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Der kleine Bär geht gerne fischen. Eines Tages angelt er eine Kiste aus dem Fluss. In großen Buchstaben liest er „Panama“. Außerdem riecht die Kiste ganz aromatisch nach Bananen. Kurz entschlossen bringt der Bär dem Tiger die Kiste und erzählt ihm vom Land seiner Träume. Panama ist so wunderschön, er möchte unbedingt in das tolle Land reisen.

Besetzung, Regie und Drehorte

Regisseur Martin Otevrel nahm sich das Kultbuch aus dem Jahre 1978 zu Herzen und verfilmte, mithilfe des Kameramanns Miroslav Valásek, den Zeichentrickfilm „Oh, wie schön ist Panama“ mit einer Länge von 70 Minuten, für Kinder ohne Altersbegrenzung. Das beliebte Kultbuch wurde von Guido Schmelich zum Drehbuch umgeschrieben und die Produktion übernahmen Willi Geike und Irina Probost. Für den Schnitt war Sascha Wolff verantwortlich.

Sprecher im Zeichentrickfilm: Til Schweiger leiht dem kleinen Tiger seine Stimme. Dietmar Bär gibt dem kleinen Bären seinen stimmlichen Charakter. Ralf Schmitz ist der Kobold Schnuddel. Mirco Nontschew spricht den Reiseesel Mallorca. Anke Engelke übt sich als Fisch. Santiago Ziesmer vertont den Posthasen. Friedrich Schoenfelder singt den Paradiesvogel. Gerald Schaale gibt dem blinden Maulwurf seine Stimme. Hans Hohlbein spricht den Fuchs. Die Kuh, Maus und andere Tiere werden von Almut Zydra, Sabine Manke, Sabine Walkenbach, Rainer Fritzsche und Karlo Hackenberger gesprochen. Die musikalische Untermalung des Comics stammt von Annette Focks.

Handlung & Inhalt vom Film „Oh, wie schön ist Panama“

Der kleine Tiger und der kleine Bär nennen ein winziges Haus, ganz in der Nähe des Flusses, ihr Zuhause. Der Bär ist ein gemütliches Tier und liebt sein Zuhause. Gerne kocht er leckere Gerichte für seinen Kumpel oder geht angeln. Der kleine Tiger streift durch die Welt, sucht nach Pilzen im Wald und ist sehr unternehmungslustig. Mit dabei ist sein Begleiter, eine Tigerente. Warum nennt sich die Tigerente so? Es ist eine gelbe Holzente auf Rädern, für den Tigerlook hat sie schwarze Streifen am ganzen Körper. Die beiden finden eines Morgens eine Kiste am Ufer. Diese Holzkiste trägt die Aufschrift „Panama“, beim Öffnen strömt ein toller Geruch nach Bananen nach draußen. Beide vermuten, dass ganz Panama so riecht und dies das Land ihrer Träume ist.

 

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Ganz nach dem Motto: „Das Glück liegt in der Ferne“, wandern die drei, bewaffnet mit Angel und Topf, auf in das ferne Land. Nach einiger Zeit werden sie unsicher. Wie weit ist es noch? Was ist die richtige Richtung? Die Tiere, die sie unterwegs treffen, können ihnen nicht weiterhelfen. Da der Bär und der Tiger schneller ankommen möchten, fahren sie mit einem Güterzug mit. Dort treffen sie auf den Reisesessel Mallorca. Der Sessel befindet sich auf der Reise, aber nicht zum fremden Ort, sondern nach der großen Liebe. Kurze Zeit später hält eine Panne den Zug auf. Bär und Tiger springen ab, um Pilze im Wald zu suchen.

Leider verpassen sie aber dann die Weiterfahrt. Eine neue Wanderroute beginnt und führt sie über eine alte Hängebrücke. Der kleine Tiger ist vorsichtig, doch trotzdem verliert er das Gleichgewicht und stürzt in den Fluss. Der Bär begibt sich auf die Suche und findet ihn nach einiger Zeit auf einem alten Schiff. Dieses machen die beiden wieder fit und setzen ihre Reise auf dem Wasser fort.

Die drei Reisegefährten treffen auf einen Fisch. Der kleine Bär kennt ihn schon, denn er hatte ihn geangelt und wieder ins Wasser gelassen. Nun möchte er sich revanchieren und schließt sich dem Trupp an. Einer mehr auf der Suche nach Panama. Auf der Schifffahrt gelangen die Ausflugslustigen in einen schweren Sturm. Das Unwetter spült alle vier an einen einsamen Strand. Was erwartet sie dort? Eine riesige Menge an Bananen. Da liegt der Gedanke nahe; das ist Panama. Doch natürlich kommen ihnen die Bananen eines Tages zu den Ohren raus und Bär und Tiger möchte eine Abwechslung auf dem Speiseplan. Auf der kleinen Insel befindet sich aber nichts anderes. Das kann nicht Panama sein.

Dieser Traurigkeit nimmt sich der kleine Paradiesvogel an. Er verspricht sie in das Land ihrer Träume zu bringen. Alle landen bei einem verwilderten Haus, inmitten einer wunderschönen grünen Landschaft. Nach kurzer Betrachtung stellen sie fest: Das ist unser wirkliches Zuhause. Das alte Haus erwartet sie und feststeht: Nirgends ist es schöner als zu Hause. Das ist der wahre Ort ihrer Träume.

Fazit & Kritiken zum Film „Oh, wie schön ist Panama“

Das Tempo des Zeichentrickfilm „Oh, wie schön ist Panama“ ist sehr gemächlich. Es ähnelt dem eines Kindes, was am Wegesrand jede Menge spannendes entdeckt. Es gibt einiges zu schauen, eine Menge Kleingetier, Frösche, die auf Seerosen ihren Kaffeetisch decken und blinde Maulwürfe, die angeln. Für Kinder und ruhesuchende Eltern ist dieser sonnige Zeichentrick genau das Richtige. Für ältere Zuschauer ist eine Freundschaft eines Tigers und Bären eine Ironie, was aber durch die prominenten Stimmen wieder wettgemacht wird. Allerdings liefert das Originalbuch „Janosch“ zu wenig Material für eine gute Stunde Film, doch es wurde eine ganze Menge dazu gedichtet und liefert genügend Möglichkeiten, Fortsetzungen zu entwerfen. „Oh, wie schön ist Panama“ ist bestimmt nicht der Letzte seiner Art.

Der Erzählton mit dem trockenen Witz vermisst das Publikum allerdings, wenn das echte Kultbuch im Voraus bekannt war. Selbst die filmischen Mittel treffen den Tonfall des Buches nicht. Janosch pflegte einen bissigen Humor, der im Film nicht auftaucht. Nichtsdestotrotz geht der Janosch-Ausverkauf im Buchhandel auf ein Neues.

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