Robocop

Robocop ist ein Science-Fiction-Film aus dem Jahr 1987, in dem ein Detroiter Polizist erst brutal ermordet und seine Überreste in einem Roboter eingebracht wurden. Der so entstandene Robocop wurde dann in den Polizeidienst im Kampf gegen Detroits Unterwelt eingesetzt. Die Handlung spielt in Detroit „in der nahen Zukunft“. Die Stadt wird beherrscht vom allmächtigen Tech-Konzern OCP und von Kriminellen.

Robocop [dt./OV]
Dauer: 103 Min.
FSK: ab 18 Jahren
Jahr:
Regie: Paul Verhoeven
Produzenten: Jon Davison, Stephen Lim
Hauptdarsteller: Peter Weller, Nancy Allen, Daniel O’Herlilhy
Nebendarsteller: Ronny Cox, Kurtwood Smith, Miguel Ferrer
Studio: MGM
Sprachen: Deutsch

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Bald nach seinen ersten Einsätzen im Polizeidienst entdeckt Robocop nach und nach seine frühere Identität und kann so seinen Mörder finden. Außerdem deckt er korrupte Machenschaften des Vizedirektors von OCP auf. Die Regie führte Paul Verhoeven. Wegen zahlreicher Gewaltszenen gab es seinerzeit erheblichen Widerstand bei Zensurbehörden. Letztlich wurde Robocop ein voller Erfolg und spielte allein in den USA 53 Millionen Dollar ein. Der Stoff war Vorlage für zahlreiche Computerspiele und auch einen Robocop Slot von Spieleentwickler Playtech. 1990 entstand Robocop 2, eine Fortsetzung des Films von 1987. 1994 kam dann Robocop 3 in die Kinos. Im Jahr 2014 kam ein Remake in die Kinos. Regie zum neuen Robocop-Film führte Jose Padilha, das Drehbuch stammt von Nick Schenk.

Robocop – Besetzung, Regie und Drehorte

Die Idee und das Drehbuch stammen zu Robocop stammen von Edward Neumeier und Michael Miner. Die boten den Stoff Orion Pictures an, die diesen nach dem großen Erfolg von Terminator mit Arnold Schwarzenegger sofort kauften. Nachdem sich wegen des viele „albernen“ Titels und der brutalen Szenen erst kein Regisseur fand stimmte letztlich der niederländische Regisseur Paul Verhoeven zu, den Film zu drehen. Das Budget für den Film war mit 10 Millionen Dollar relativ schmal, sodass man bei der Besetzung der Rollen weitgehend auf die zweite Garde an Schauspielern zurückgreifen musste.

Für die Hauptrolle Murphy/Robocop konnte Peter Weller verpflichtet werden. Dieser hatte zuvor in Buckaroo Banzai Eindruck hinterlassen und besaß als Voraussetzung die für den Robocop-Anzug notwendige Figur. Außerdem konnte er eine Kampfsportausbildung vorweisen, die bei der körperlich anspruchsvollen Rolle hilfreich war. Die Rolle von Anne Lewis wurde mit Nancy Allen besetzt, die bis dahin eher Teenager-Rollen gespielt hatte.

OCP’s Vizedirektor Richard Jones wurde mit Ronny Cox besetzt. Der Bösewicht Clarence Boddicker wurde mit Kurtwood Smith besetzt. Für die Rolle des Chefs von OCP sprang Dan O’Herlihy ein. Die Dreharbeiten fanden überwiegend in Dallas (Texas) statt. Der Showdown am Schluss des Films wurde in einer leerstehenden Fabrikhalle in Pittsburgh in Pennsylvania abgedreht.

Unter anderem wegen des sehr engen Kostüms für Robocop, das Weller oft in seiner Bewegung einschränkte, aber auch wegen einer gereizten und nervösen Stimmung und nicht zuletzt großen Hitze an den Drehtagen, verzögerte sich die Drehzeit, was letztlich seitens Orion Studios zähneknirschend zu einer Budgeterhöhung auf 13,1 Millionen Dollar führte.

Handlung & Inhalt vom Film „Robocop“

Detroit in der nahen Zukunft. Die Stadt wird kontrolliert vom übermächtigen Konzern OCP (Omni Consumer Products), die mit dem Projekt „Delta City“ die Stadt umbauen möchte. Gleichzeitig breitet sich die Kriminalität in der Stadt immer weiter aus. Ein unter der Regie von Richard „Dick“ Jones entwickelter Polizeiroboter soll mit dem Verbrechen aufräumen. Bei der Präsentation von ED-209 kommt es jedoch zu einem tödlichen Unfall aufgrund von Fehlfunktionen, weshalb fortan das Konzept von Robert Morton einen Robocop, halb Mensch und halb Roboter verfolgt wird.

Polizist Alex J. Murphy gelangt bei einem Einsatz in der Stadt in die Hände von Clarence Boddicker, dem brutalen Anführer einer Bande Krimineller und wird zu Tode gefoltert. Für Robert Morton ist dies ein „Glücksfall“. Er kann nun seine Robotertechnologie in den Körper von Murphy einsetzen. Alex Murphy wacht nun als unverwundbarer Robocop auf und wird alsbald in den Kampf gegen die Kriminellen geschickt. Anne Lewis, Murphys ehemalige Kollegin erkennt in Robocop ihren alten Partner wieder. In Robocop selbst tauchen immer wieder Teile von früheren Erinnerungen auf.

Er versucht daraufhin seine frühere Identität herauszufinden, was ihm auch teilweise gelingt. So kann er auch seinen früheren Mörder Boddicker ausfindig machen und verhaften. Boddicker lässt jedoch seine Verbindungen spielen und setzt sich mit dem Vorstandsmitglied von OCP Richard Jones in Verbindung, der ihm zu seiner Freilassung verhilft. Daraufhin sucht Robocop Jones, um ihn zu verhaften, was jedoch daran scheitert, dass er die Verhaftung schlichtweg nicht durchführen kann.

Das ihm eingepflanzte Programm verhindert, dass er sich gegen die Vorstände von OCP stellen kann. Jones indes setzt nun den Roboter ED-209 auf Robocop an. Auch Boddicker erhält den Auftrag Robocop zu eliminieren. Robocop flüchtet daraufhin mit Lewis Hilfe und hält sich in einer alten Stahlfabrik versteckt. Es dauert jedoch nicht lange bis er aufgespürt wird und es kommt zu einem dramatischen Showdown. Boddicker und ED-209 gehen mit schweren Waffen gegen Robocop vor.

Mit sehr viel Mühe gelingt es Robocop jedoch Boddicker und ED-209 zu neutralisieren. Robocop fährt anschließend OCD und legt Beweise für Jones Machenschaften unter anderem den Mord an Morton vor. Der Firmenchef entlässt daraufhin Robocop, woraufhin dieser nicht mehr an die Weisung gebunden ist, sich gegen die Vorstände von OCP zu stellen. So kann er Jones, der den Firmenchef zwischenzeitlich als Geisel genommen hat in einem dramatischen Finale eliminieren. Der Firmenchef bedankt sich anschließend und fragt Robocop nach seinem Namen. Dieser antwortet schlussendlich mit „Murphy“.

Fazit & Kritiken zum Film „Robocop“

Mit „Robocop“ gelang Regisseur Paul Verhoeven ein echtes Highlight unter den Science-Fiction-Filmen in den 1980er Jahren. Von vielen schon wegen des Titels belächelt und als B-Klasse abgestempelt schaffte es Robocop mit seiner glänzenden Mischung aus Action, tiefschwarzem Humor und Satire, aber auch wegen seiner vom heutigen Standpunkt vielfach sehr realistisch wirkenden Zukunftsvisionen zum Publikumsmagneten und letztlich auch zu Oskar-Nominierungen in gleich zwei Kategorien. Der Film kann, trotz des auch schon für damalige Verhältnisse eher kleinen Budgets für seine Zeit als kleines Meisterwerk für Science-Fiction-Fans bezeichnet werden.

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