Neuer Poker Film „The Card Counter“ startet im September

Glücksspiel hat Menschen schon immer fasziniert. Es ist ein wenig, als würde man mit dem Schicksal spielen und seine Chancen herausfordern. Generell stehen die Chancen immer gegen den Spieler, aber dann und wann sind eben doch tolle Gewinne möglich. Auch Hollywood hat schon längst dieses Thema für sich entdeckt und bringt demnächst einen weiteren Poker Film dieser Art heraus.

 

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Wer also im September und danach Lust auf gute Unterhaltung hat, aber ausnahmsweise auch mal nicht die online Casinos besuchen will, der wird mit dem neuen Werk von Regisseur und Autor Paul Schrader sicherlich auch seinen Spaß haben. In den Hauptrollen von “The Card Counter” sind Oscar Isaac und Willem Dafoe zu sehen. Das verspricht Hochspannung von der ersten bis zur letzten Sekunde. Worum es genau geht und ob sich der Film lohnt, gibt es in diesem Artikel zu erfahren.

The Card Counter – Thriller von Paul Schrader

Paul Schrader ist nicht der erste, der Casinos und Pokern für sich und seine Filme entdeckt. Die Spannung, die damit einhergeht, schreibt ihre Geschichten oft von ganz alleine. Wenn dann aber noch ein fähiger Mann wie Paul Schrader am Ruder sitzt, der sowohl das Drehbuch verfasst, als auch Regie geführt hat, dann schaut man doch lieber noch etwas genauer hin. Schrader schickt seine Hauptfigur William Tell, von Oscar Isaac verkörpert, durch eine spannende Geschichte, die sich schnell zu einem packenden Thriller entwickelt. An Isaacs Seite sind außerdem Williem Dafoe als Major John Gordo, Tye Sheridan als Cirk und Tiffady Haddish als La Linda zu sehen.

The Card Counter - ein Las Vegas Poker FilmIm Film geht es um den ehemaligen Soldaten William Tell, der im Casino Poker spielt und dabei die Technik des Kartenzählens nutzt. Das ist in Casinos nicht erlaubt, aber er macht es so, dass es nicht auffällt und er somit ein paar hübsche Gewinne machen kann. Um nicht aufzufallen, reist Tell viel herum, besucht unterschiedliche Casinos und versucht auch bei seinen Unterkünften unauffällig zu sein. Irgendwann trifft er auf Cirk, der seinen Vater, der unter einem Posttraumata leidet, rächen will. Cirks Ziel ist dabei Major John Gordo. Er bittet William um Hilfe. Zum Plan gehört auch, gemeinsam das World Series of Poker in Las Vegas zu gewinnen.

Bewertungen von The Card Counter

Vorgestellt wurde ”The Card Counter” erstmals auf den 78. Internationalen Filmfestspielen von Venedig und erfreute sich dort bereit großer Beliebtheit, auch wenn es nicht zum Goldenen Löwen gereicht hat. Aber auch abseits des Festivals kommt The Card Counter gut bei den Kritikern und Zuschauern an und heimst bei den meisten Portalen hohe Wertungen ein. Der Film sei nicht unbedingt mit jedem klassischen Film zu vergleichen, der im Casino spielt und bei dem der Fokus darauf liegt, dass der Hauptcharakter irgendwann den All-in-Schritt gehen muss, der schicksalshaft mehr als nur das Spiel entscheiden wird. Besonders hervorgehoben wird aber auch die Darstellung Oscar Isaacs, der eine besondere Eleganz in die Rolle gelegt hat.

 

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Der Film funktioniert als Thriller und auch als Drama und das Spielen mit den Karten ist nicht der einzige Fokus im Film. Die Hauptfigur William Tell hat selbst als ehemaliger Soldat mit seiner Vergangenheit zu kämpfen, da er in Abu Ghraib auch als Folterer seine Spuren hinterlassen hat. Diese Vergangenheit wiegt schwer auf den Schultern Tells, womit sich auch im Laufe des Films die Frage stellt, ob er sich selbst verzeihen könnte.

Paul Schrader, Oscar Isaac und Willem Dafoe

Wer Fan der Arbeiten von Paul Schrader ist, der wird wohl auch mit “The Card Counter” seinen Spaß haben. Bei seinem neuen Werk ist übrigens auch Martin Scorsese mit an Bord, was nicht überrascht, da Schrader für einige Scorsese Werke am Drehbuch beteiligt gewesen ist. Unter anderem die Klassiker “Taxi Driver”, “Wie ein wilder Stier” und “Die letzte Versuchung Christi”. In letzterem hatte William Dafoe die Hauptrolle, der jetzt auch in “The Card Counter” mit dabei ist.

 

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Dafoes Schauspielerkarriere geht zurück auf Anfang der achtziger Jahre. Besondere Berühmtheit erlangte er mit seiner Rolle als Sgt. Elias Grodin in Oliver Stones “Platoon”. Oscar Isaac hingegen ist ungefähr seit Anfang der 2000er Jahre auf der großen Leinwand zu sehen. Erste wichtige Rollen von ihm waren in “Agora – Die Säulen des Lebens” oder auch Ridley Scotts “Robin Hood”. Zuletzt war er auch in der neuen Star Wars Trilogie zu sehen und außerdem aktuell auch mit Denis Villeneuves “Dune” ebenfalls auf der großen Leinwand.

Ein unterhaltsamer Thriller nicht nur für Poker Film Fans

Eigentlich reicht es schon, von dem Autoren und Regisseur und dessen beiden Hauptdarsteller zu lesen, um diesem Film eine Chance zu geben. Aber Paul Schrader schaffte es gemeinsam mit Oscar Isaac, Willem Dafoe und dem übrigen Cast einen wirklich starken Film zu kreieren, der generell für Kinogänger geeignet ist, die Drama und Thriller mögen. Natürlich geht es auch stark um das Poker-Spiel, aber letztendlich ist das nicht der Kern der Geschichte. Spannend bleibt es bis zum Schluss, ohne dass es übertrieben dramatisch wird. Der Film ist mittlerweile in den Kinos angelaufen und verspricht über 112 Minuten tolle Unterhaltung, die auch noch nach dem Film nachwirken wird.

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